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Gleichbehandlungsprogramm

 

Bericht über die Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH im Jahre 2018

 

Präambel 

Mit diesem Bericht kommen die ENA Energienetze Apolda GmbH und die Energieversorgung Apolda GmbH ihrer Verpflichtung aus § 7a Abs. 5 Satz 3 EnWG nach. 

Der Bericht betrifft die Zeit vom 01.01.2018 - 31.12.2018 und befasst sich mit den Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms vom 29.02.2008 zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts. 

Der Bericht wird vorgelegt von dem Gleichbehandlungsbeauftragten, Herrn Dirk Tauchnitz, der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH, Heidenberg 52, 99510 Apolda und ist auf den Internetseiten der Unternehmen (www.evapolda.de und  www.en-apolda.de) veröffentlicht. 

Teil A: 

Selbstbeschreibung der Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH 

Zum 01.07.2007 hat die ENA Energienetze Apolda GmbH als rechtlich selbstständi-ges Tochterunternehmen der Energieversorgung Apolda GmbH den operativen Ge-schäftsbetrieb als Netzbetreiber aufgenommen. Als verantwortlicher Betreiber der Elektrizitäts- bzw. Gasverteilungsnetze hat die ENA Energienetze Apolda GmbH die Aufgabe der Verteilung von Elektrizität und Gas und ist verantwortlich für den Be-trieb, die Wartung und den Ausbau der Verteilernetze.

Die in Teil A des Gleichbehandlungsprogramms dargestellte organisatorische Auf-bauorganisation des Unternehmens bildet die Grundlage für die im Gleichbehand-lungsprogramm festgelegten Maßnahmen zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts. 

Teil B: 

Maßnahmen zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts 

Das Gleichbehandlungsprogramm enthält die Maßnahmen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts. Im Rahmen dieses Berichts wird dargestellt, wie diese Maßnahmen während des Berichtszeitraumes in den Unternehmen vermittelt und gegebenenfalls im Einzelnen weiter ausgestaltet worden sind.

I. Ausgestaltung des Gleichbehandlungsmanagements

1. Gleichbehandlungsprogramm 

Zum 01.07.2007 hat die ENA Energienetze Apolda GmbH als rechtlich selbständiges Tochterunternehmen der Energieversorgung Apolda GmbH den operativen Geschäftsbetrieb als Netzbetreiber aufgenommen. Das Gleichbehandlungsprogramm wurde entsprechend angepasst. 

Der Gleichbehandlungsbeauftragte der ENA Energienetze Apolda GmbH und  der  Energieversorgung  Apolda  GmbH  hat  mit  Schreiben  vom 03.03.2008 das erstellte Gleichbehandlungsprogramm an die Bundesnetzagentur versandt.
 

Das Gleichbehandlungsprogramm wurde in Form einer Dienstanweisung durch die Geschäftsführung erlassen und allen Mitarbeitern in Papierform übergeben. Die Kenntnisnahme wurde durch Unterschrift bestätigt. 

2. Gleichbehandlungsbeauftragter 

Herr Dirk Tauchnitz wurde mit Wirkung vom 03.03.2008 zum Gleichbehandlungsbeauftragten bestellt. 

Für die interne Kommunikation wurde im Gleichbehandlungsprogramm der Gleichbehandlungsbeauftragte benannt. Aufgrund der räumlichen Nähe hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, den direkten Kontakt aufzunehmen. Der Gleichbehandlungsbeauftragte steht allen Mitarbeitern der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH als Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit der Gleichbehandlungspflicht zur Verfügung.

Der Gleichbehandlungsbeauftragte hat uneingeschränkten Zugang zu den Geschäftsleitungen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Einführung des Gleichbehandlungsprogramms, insbesondere die Schulung und Organisation von Abläufen, wurden mit den Geschäftsleitungen abgestimmt.


In den regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungsberatungen besteht die Möglichkeit, Fragestellungen oder Hinweise auf die Gleichbehandlung anzusprechen und zu klären.

II. Umsetzung des Gleichbehandlungsprogramms

a) Organisation

Zum 01.07.2007 hat die ENA Energienetze Apolda GmbH als rechtlich selbständiges Tochterunternehmen der Energieversorgung Apolda GmbH den operativen Geschäftsbetrieb als Netzbetreiber aufgenommen. 

Als verantwortlicher Betreiber der Elektrizitäts- bzw. Gasverteilungsnetze hat die ENA Energienetze Apolda die Aufgabe der Verteilung von Elektrizität und Gas und nimmt die wesentlichen Aufgaben des Netzbetreibers wahr. Dies sind u. a.: 

-   die Durchführung des Regulierungsmanagements;
-   Festlegung von Budgets; 
-   Festlegung Netzkonzept und Netzstrategie;
-   Festlegung Bau- und Instandhaltungsstrategie;
-   Planung und Bau von Anlagen und Netzen;
-   Vorgaben für Netzführung;
-   Beantragung von Netzentgelten;
-   Festlegung von Anschlussentgelten und Baukostenzuschüssen;
-   Vertrieb von Strom- und Gasanschlüssen;
-   Zählerdatenmanagement und Datenaustausch;
-   ab 01.07.2017 Wahrnehmung des grundzuständigen Messstellenbetriebs nach Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)
-   Ausübung Bauherrenfunktion;
-   Erteilung von Vorgaben und fachliche Anleitung des Netzservices für den Netzbetrieb;
-   Erteilung von Vorgaben und fachliche Anleitung des Abrechnungsservices für die Abrechnung der Netznutzungsentgelte;
-   Abschluss   Händlerrahmenverträge;   Netznutzungsverträge   und   Anschlussverträge
 

Die Struktur und die Aufgaben der ENA Energienetze Apolda GmbH wurden auf der Grundlage der „Konkretisierung der gemeinsamen Auslegungsgrundsätze der Regulierungsbehörden zu den Entflechtungsbestimmungen in §§ 6 - 10 EnWG“ vom 21.10.2008 und der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes überprüft.

In Bezug auf die personelle Ausstattung der Netzgesellschaft wurde beschlossen, diese weiter zu verstärken. Zum 01. Dezember 2017 ist deshalb zusätzlich ein Mitarbeiter eingestellt und mit einem Mitarbeiteranteil von 0,7 der ENA Energienetze Apolda GmbH für den Netzbereich zugeordnet worden.

Im Ergebnis hatte sich zum 01.12.2017 die Anzahl der Mitarbeiter der ENA Energienetze Apolda GmbH von bisher 3,1 auf 3,8 Mitarbeitereinheiten (+ 23 %) erhöht.

Die Erbringung von Dienstleistungen durch die Servicebereiche der Energieversorgung Apolda GmbH ist in dem zwischen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH abgeschlosse-nen Dienstleistungsvertrag vereinbart. Der Dienstleistungsvertrag vom 21.09.2007 wurde der Bundesnetzagentur im Rahmen der Kostengenehmigungen zur Kenntnis übergeben.

b) Organigramm

Die Organigramme des vertikal integrierten Unternehmens Energieversorgung Apolda GmbH und der Netzgesellschaft ENA Energienetze Apolda GmbH sind im Anhang zum Stand 31.12.2018 dargestellt.

Dargestellt sind u.a. 

-   Die Anzahl der Mitarbeiter mit schuldrechtlichem Anstellungsvertrag;
-   Anzahl der Mitarbeiter, die Netztätigkeiten ausüben, aber an anderen Stellen im vertikal integrierten EVU angestellt sind;
-   Wahrnehmung von DNA-Aufgaben
-   Anzahl der angeschlossen Kunden 
 

c) Dienstleistungs- und Pachtverträge 

Zur Zeit wird die Gründung einer großen Netzgesellschaft mit Übergabe des Netzanlagevermögens untersucht. Ziel ist eine Umsetzung der großen Netzgesellschaft bis zum 30.Juni 2012. Entsprechend erfolgt dann eine Überarbeitung des Dienstleistungsvertrages. Der derzeitig bestehende Pachtvertrag wird mit Gründung einer großen Netzgesellschaft mit Übergabe des Netzanlagevermögens dann gegenstandslos.

d) Prozessanalyse und Prozessgestaltung 

Die unbundlingkonforme Abwicklung und Auswertung der Prozesse wurde nach der Herauslösung des Netzbetreibers geprüft und an die geänderte Unternehmensstruktur angepasst. Gemeinsam mit der Unternehmensberatungsgesellschaft PwC Pricewaterhouse Coopers AG wurden u. a. folgende Prozesse geprüft und dokumentiert: 

-   Energiebeschaffung;
-   Kundenlenkung Medien;
-   Kundenlenkung Energie;
-   Kundenlenkung Hausanschluss;
-   Erstellung bzw. Änderung Hausanschluss;
-   Zählersetzen;
-   Kalkulation Netzentgelte;
-   Lieferantenwechsel;
-   Ablesung;
-   Verbrauchsabrechnung und Forderungsmanagement Netzentgelte;
-   Sperrung;
-   Netzplanung und Netzerweiterung. 
 

Die unbundlingkonforme Abwicklung der Prozesse einschließlich der Geschäftsverteilungspläne wurden für die Energieversorgung Apolda GmbH und die ENA Energienetze Apolda GmbH dokumentiert und als Betriebsanweisung im März 2008 geschult und in Kraft gesetzt. Die gemeinsam mit PwC erarbeitete Beschreibung der einzelnen Prozesse wurde der Bundesnetzagentur am 21.05.2008 zur Kenntnis übergeben.

Weiterhin fand zuletzt am 16.03.2016 für alle Mitarbeiter der Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH eine noch-malige Schulung durch den Gleichbehandlungsbeauftragten statt. Geschult wurden neben dem Gleichbehandlungsprogramm insbesondere die einzelnen diskriminierungsanfälligen Prozesse und die Dienstanweisung „Sicherstellung unbundlingkonformen Verhaltens“. Die nächste Schulung ist für das 4. Quartal 2019 geplant.

Im Jahr 2018 wurde durch den Gleichbehandlungsbeauftragten im Bereich „Kundenbetreuung und Abrechnung“ 12 Stichproben-Prüfungen für die Prozesse Kundenlenkung Energie und Kundenlenkung Hausanschluss geprüft und protokolliert. Im April und Dezember 2018 wurde durch den Gleichbehandlungsbeauftragten gleichfalls stichpunktartig die Unbundling-Konformität für die Prozesse Erstellung/Änderung Netzanschluss und Zählersetzen geprüft.

Verstöße, Beanstandungen oder Abweichung von den vorgegebenen Prozessabläufen wurden nicht festgestellt. Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung des Gleichbehandlungsprogramms bzw. der festgelegten unbundlingkonformen Prozesse wurden nicht erhoben.

Durch den Gleichbehandlungsbeauftragten und den Administrator die Berechtigungsstruktur der im Intranet vorhandenen Daten und Dateien geprüft. Der Zugang der Mitarbeiter der Strukturen Handel/Vertrieb bzw. Erzeugung zu Daten und Informationen des Netzbetreibers konnte im Rahmen dieser Prüfung ausgeschlossen werden.

e) Kommunikation und Markenpolitik 

Leistungen, die der Netzbetrieb für Netzkunden erbringt, werden auch als solche kenntlich gemacht. Dies betrifft insbesondere Leistungen im Rahmen der Netzanschlussverordnung bzw. Niederdruckanschlussverordnung, wie z. B. die Beantragung und Errichtung von Hausanschlüssen, Ablesung, Ablesekarten oder die Überprüfung von Hausanschlüssen.

Das Gleiche gilt für entsprechende Formulare und Schreiben an Anschlussnehmer sowie Netzkunden und Anschlussnutzer.

In Bezug auf das Logo der ENA Energienetze Apolda GmbH wurde dieses abgeändert. Aus der bestehenden Wort-Bild-Marke wurde der Apfel mit dem Schriftzug „Die Netze für die Stadt Apolda“ herausgenommen. Ziel dieser Änderung ist es, die Verwechslungsgefahr mit dem Logo der Energieversorgung Apolda GmbH weiter zu verringern.

Die Kennzeichnung an gas- und stromtechnischen Anlagen und Zählern sowie die Beschriftung von Fahrzeugen werden im Rahmen der turnusmäßigen Erneuerungen und Wartungen auf das Logo des Netzbetreibers umgestellt.

Weiterhin wurde die Überarbeitung des Internetauftritts der ENA Energienetze Apolda GmbH abgeschlossen.

f) Umsetzung Geschäftsprozesse GPKE und GeLi 

Die Vorgaben der Bundesnetzagentur entsprechend des Beschlusses BK6-06-009 vom 11.07.2006 zu Geschäftsprozessen, Nachrichtentypen und Fristen zur Abwicklung der Belieferung von Kunden mit Elektrizität sowie des Beschlusses BK7-06-067 vom 20.08.2007 zu den Geschäftsprozessen, Nachrichtentypen und Fristen zur Abwicklung der Belieferung von Kunden mit Gas sind vollständig umgesetzt.

Die Systemumstellung auf das 2-Mandanten-System wurde im Jahr 2010 durch die Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH abgeschlossen. Die Fertigstellung zur Umsetzung des Projekts „Mandantentrennung“ wurde der Bundesnetzagentur mit Schreiben vom 07.12.2010 angezeigt.

Umgesetzt werden aktuell die entsprechenden Änderungen der WIM-Prozesse zum Messtellenbetrieb in den bestehenden IT-Systemen

Den im Netz der ENA Energienetze Apolda GmbH tätigen Gas- und Stromlieferanten sowie Netznutzern wurden die einheitlichen Lieferantenrahmenverträge Gas bzw. Netznutzungsverträge Strom entsprechend den jeweils aktuellen Kooperationsvereinbarungen Gas bzw. den Vorgaben der Bundesnetzagentur angeboten.

g) Zähler- und Messwesen 

Durch die ENA Energienetze Apolda GmbH als grundzuständiger Messstellenbetreiber wurde zum 30. Juni 2017 nach §45 Abs. 3 S. 1 MsbG der Bundesnetzagentur die Wahrnehmung des Messstellenbetriebs angezeigt.

Die Digitalisierung der Energiewende mit der Einführung von intelligenten Messsystemen definiert Geschäftsprozesse zur Abwicklung der Marktkommunikation neu. Die Veränderung von der bisher kettenförmigen zur künftig sternförmigen Marktkommunikation wurde zum 01. Oktober 2017 über ein so genanntes Interimsmodell umgesetzt.

Mit den Beschlüssen BK6-16-200 und BK7-16-142 der Bundesnetzagentur (BNetzA) wurde am 20.12.2016 die Anpassung der Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation festgelegt und damit der Weg für die kurz- bis mittelfristige praktische Umsetzung der Erfordernisse des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) vorgegeben. Die Veränderung von der bisher kettenförmigen zur künftig sternförmigen Marktkommunikation wur-de zum 01. Oktober 2017 über ein so genanntes Interimsmodell umgesetzt. Weiterhin wurde zum Februar 2018 der Anpassungsbedarf in Bezug auf die Vorgaben zur Einführung von Marktlokationen (MaLo) und Messlokationen (MeLo) in den bestehenden IT-Systemen und Prozessen vorgenommen. Umgesetzt werden weiterhin die entsprechenden Änderungen der WIM-Prozesse in den bestehenden IT-Systemen.

Vorgenommen wurde für den Bereich des intelligenten Messstellenbetriebs weiterhin das buchhalterische Unbundling.

h) Netzsicherheitsmanagement 

Zur Umsetzung des Einspeisemanagements entsprechend der Vorgaben der VDE-FNN-Richtlinie 4140 „Kaskadierung von Maßnahmen für die Systemsicherheit von elektrischen Energieversorgungsnetzen“ wurden alle Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz sowie Anlagen mit einer installierten Leistung größer 100 KW in die fernwirktechnische Steuerung eingebunden. Weiterhin wurde zur Unterstützung des diskriminierungsfreien Einspeismanagements eine Software der Firma Siemens (EEG-Manager) installiert.

Zur Umsetzung des Einspeisemanagements wurden die notwendigen Abstimmungen mit unserem vorgelagerten Netzbetreiber und den Anlagenbetreibern zur unbundlingkonformen Umsetzung des Kaskadierungssystems über die Netzleitstelle und den Bereitschaftsdienst getroffen. Mit dem vorgelagerten Netzbetreiber TEN Thüringer Energienetze GmbH werden regelmäßig Kommunikationstests durchgeführt. In Bezug auf das Thema „Lastabsenkung oder Lastabschaltung“ wurden zurzeit die Infor-mationen und Handlungsschwerpunkte unserem vorgelagerten Netzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber abgestimmt. Weiterhin wurde ein dahingehendes Konzept in Form einer Masterarbeit der FH Erfurt, welche durch die ENA Energienetze Apolda GmbH betreut wurde, erarbeitet. Im Rahmen der VDE-FNN-Richtlinie 4140 „Kaskadierung von Maßnahmen für die Systemsicherheit von elektrischen Energieversorgungsnetzen“ finden die dafür notwendigen Abstimmungen und Vorarbeiten zu den darin enthaltenen normierten Prozessen statt.

Im Rahmen der Vorbereitung zu einer TSM-Prüfung sowie der fortlaufenden Zertifizierung und Audits nach IT-Sicherheitskatalog (ISO 27001 und ISO 27019) wird das Anweisungssystem in Bezug aus die Netz- und Be-triebssicherheit sowie Informationssicherheit aktuell überarbeitet.

i) Entgeltbildung in der Anreizregulierung und Marktinformation zu den Preisblättern zum 01.01.2019 

Auf der Grundlage der Beschlüsse der Bundesnetzagentur zur Festlegung der Erlösobergrenzen für Gas und der Information der Bundesnetzagentur zur Kostengenehmigung für die 2. Regulierungsperiode für Strom wurden die geänderten Kosten (Kosten vorgelagertes Netz und vermiedene Netzentgelte, Verbraucherpreisindex, Netzübernahme aufgrund §26 ARegV) in die Netzentgelte eingearbeitet und der Bundesnetzagentur an- sowie der Landesregulierungsbehörde Thüringen gezeigt.

Die vorläufigen Preisblätter wurden einheitlich zum 15.10.2018 im Internet veröffentlicht und die Lieferanten darüber per E-Mail informiert.

Die endgültigen Preisblätter Strom und Gas für das Jahr 2019 wurden al-len Lieferanten mit gleichem Datum per E-Mail im Dezember 2018 versandt.

j) Unabhängigkeit des Gleichbehandlungsbeauftragten und Vortragsrecht bei der Geschäftsleitung des integrierten EVU und Sanktionen bei Entflechtungsverstößen 

Der Gleichbehandlungsbeauftragte der Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH ist beim Netzbetreiber angestellt und in dieser Funktion vollkommen unabhängig.

Der Gleichbehandlungsbeauftragte nimmt an den regelmäßigen Leitungsberatungen der Geschäftsführung des integrierten Unternehmens teil.

Im Rahmen dieser Beratungen wird das Vortragsrecht des Gleichbehandlungsbeauftragten gegenüber der Geschäftsführung uneingeschränkt wahrgenommen.

Verstöße gegen das Gleichbehandlungsprogramm wurden, auch im Rahmen der durchgeführten Prüfungen, nicht festgestellt.

III. Schulungskonzept

Neu eingestellte Mitarbeiter wurden unterwiesen, die Auszubildenden werden im Rahmen ihrer Ausbildung mit den Anforderungen des EnWG vertraut gemacht. Der Gleichbehandlungsbeauftragte selbst informiert sich regelmäßig über die Fachpresse bzw. nimmt an einschlägigen Weiterbildungsmaßnahmen teil.

Alle Mitarbeiter haben neben der Richtlinie zum unbundlingkonformen Verhalten das Gleichbehandlungsprogramm übergeben bekommen und dieses zur Kenntnis genommen.

Eine Wiederholungsschulung aller Mitarbeiter zu dem Gleichbehandlungsprogramm und den Geschäftsprozessen wurde am 16. März 2016 durch den Gleichbehandlungsbeauftragten durchgeführt. Die nächste Schulung des Gleichbehandlungsprogramms und der Prozesse ist für das 4. Quartal 2019 geplant.

 

IV. Überwachungskonzept

Die Mitarbeiter der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH haben die Möglichkeit, Fragen oder Hinweise in Bezug auf die Gleichbehandlung zu stellen oder zu geben. Der Name des Gleichbehandlungsbeauftragten ist im Gleichbehandlungsprogramm benannt. Bei Beschwerden steht dieser den Mitarbeitern zur Verfügung, so dass der Gleichbehandlungsbeauftragte über eventuelle Verstöße Kenntnis erlangt.

Apolda 15.03.2019

Dirk Tauchnitz
Gleichbehandlungsbeauftragter

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