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Gleichbehandlungsprogramm

 

Bericht über die Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH im Jahre 2016 

Präambel 

Mit diesem Bericht kommen die ENA Energienetze Apolda GmbH und die Energieversorgung Apolda GmbH ihrer Verpflichtung aus § 7a Abs. 5 Satz 3 EnWG nach. 

Der Bericht betrifft die Zeit vom 01.01.2016 - 31.12.2016 und befasst sich mit den Maßnahmen des Gleichbehandlungsprogramms vom 29.02.2008 zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts. 

Der Bericht wird vorgelegt von dem Gleichbehandlungsbeauftragten, Herrn Dirk Tauchnitz, der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH, Heidenberg 52, 99510 Apolda und ist auf den Internetseiten der Unternehmen (www.evapolda.de und  www.en-apolda.de) veröffentlicht. 

Teil A: 

Selbstbeschreibung der Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH 

Zum 01.07.2007 hat die ENA Energienetze Apolda GmbH als rechtlich selbstständiges Tochterunternehmen der Energieversorgung Apolda GmbH den operativen Geschäftsbetrieb als Netzbetreiber aufgenommen. Als verantwortlicher Betreiber der Elektrizitäts- bzw. Gasverteilungsnetze hat die ENA Energienetze Apolda GmbH die Aufgabe der Verteilung von Elektrizität und Gas und ist verantwortlich für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der Verteilernetze. 

Die in Teil A des Gleichbehandlungsprogramms dargestellte organisatorische Aufbauorganisation des Unternehmens bildet die Grundlage für die im Gleichbehandlungsprogramm festgelegten Maßnahmen zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts. 

Teil B: 

Maßnahmen zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts 

Das Gleichbehandlungsprogramm enthält die Maßnahmen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts. Im Rahmen dieses Berichts wird dargestellt, wie diese Maßnahmen während des Berichtszeitraumes in den Unternehmen vermittelt und gegebenenfalls im Einzelnen weiter ausgestaltet worden sind.

I. Ausgestaltung des Gleichbehandlungsmanagements

1. Gleichbehandlungsprogramm 

Zum 01.07.2007 hat die ENA Energienetze Apolda GmbH als rechtlich selbständiges Tochterunternehmen der Energieversorgung Apolda GmbH den operativen Geschäftsbetrieb als Netzbetreiber aufgenommen. Das Gleichbehandlungsprogramm wurde entsprechend angepasst. 

Der Gleichbehandlungsbeauftragte der ENA Energienetze Apolda GmbH und  der  Energieversorgung  Apolda  GmbH  hat  mit  Schreiben  vom 03.03.2008 das erstellte Gleichbehandlungsprogramm an die Bundesnetzagentur versandt.
 

Das Gleichbehandlungsprogramm wurde in Form einer Dienstanweisung durch die Geschäftsführung erlassen und allen Mitarbeitern in Papierform übergeben. Die Kenntnisnahme wurde durch Unterschrift bestätigt. 

2. Gleichbehandlungsbeauftragter 

Herr Dirk Tauchnitz wurde mit Wirkung vom 03.03.2008 zum Gleichbehandlungsbeauftragten bestellt. 

Für  die  interne  Kommunikation  wurde  im  Gleichbehandlungsprogramm der Gleichbehandlungsbeauftragte benannt. Aufgrund der räumlichen Nähe hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, den direkten Kontakt aufzunehmen. Der Gleichbehandlungsbeauftragte steht allen Mitarbeitern der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH als Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit der Gleichbehandlungspflicht zur Verfügung. 

Der Gleichbehandlungsbeauftragte hat uneingeschränkten Zugang zu den Geschäftsleitungen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Einführung des Gleichbehandlungsprogramms, insbesondere die Schulung und Organisation von Abläufen, wurden mit den Geschäftsleitungen abgestimmt. 

In  den  regelmäßig  stattfindenden  Geschäftsleitungsberatungen  besteht die Möglichkeit, Fragestellungen oder Hinweise auf die Gleichbehandlung anzusprechen und zu klären.

II. Umsetzung des Gleichbehandlungsprogramms

a) Organisation

Zum 01.07.2007 hat die ENA Energienetze Apolda GmbH als rechtlich selbständiges Tochterunternehmen der Energieversorgung Apolda GmbH den operativen Geschäftsbetrieb als Netzbetreiber aufgenommen. 

Als verantwortlicher Betreiber der Elektrizitäts- bzw. Gasverteilungsnetze hat die ENA Energienetze Apolda die Aufgabe der Verteilung von Elektrizität und Gas und nimmt die wesentlichen Aufgaben des Netzbetreibers wahr. Dies sind u. a.: 

-   die Durchführung des Regulierungsmanagements;
-   Festlegung von Budgets; 
-   Festlegung Netzkonzept und Netzstrategie;
-   Festlegung Bau- und Instandhaltungsstrategie;
-   Planung und Bau von Anlagen und Netzen;
-   Vorgaben für Netzführung;
-   Beantragung von Netzentgelten;
-   Festlegung von Anschlussentgelten und Baukostenzuschüssen;
-   Vertrieb von Strom- und Gasanschlüssen;
-   Zählerdatenmanagement und Datenaustausch;
-   Ausübung Bauherrenfunktion;
-   Erteilung von Vorgaben und fachliche Anleitung des Netzservices für den Netzbetrieb;
-   Erteilung von Vorgaben und fachliche Anleitung des Abrechnungsservices für die Abrechnung der Netznutzungsentgelte;
-   Abschluss   Händlerrahmenverträge;   Netznutzungsverträge   und   Anschlussverträge
 

Die Struktur und die Aufgaben der ENA Energienetze Apolda GmbH wur-den auf der Grundlage der „Konkretisierung der gemeinsamen Ausle-gungsgrundsätze der Regulierungsbehörden zu den Entflechtungsbe-stimmungen in §§ 6 - 10 EnWG“ vom 21.10.2008 und der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes überprüft.

In Bezug auf die personelle Ausstattung der Netzgesellschaft wurde be-schlossen, diese zu verstärken. Zum 01. Juli 2012 ist deshalb der Stellver-treter des Geschäftsführers an Stelle eines Mitarbeiteranteils von 0,15 mit 100 % in die Netzgesellschaft übergegangen. Zusätzlich wurde in die ENA Energienetze Apolda GmbH eine Mitarbeiterin mit einem Mitarbeiteranteil von 0,3 für den Bereich Abrechnung Netznutzung und Geschäftsprozesse in die ENA Energienetze Apolda GmbH überführt.

Im Ergebnis hatte sich zum 01.07.2012 die Anzahl der Mitarbeiter der ENA Energienetze Apolda GmbH von bisher 2,1 auf 3,1 Mitarbeitereinhei-ten (+ 48 %) erhöht. Aktuell wird eine weitere Erhöhung der dem Netzbe-trieb zuzuordnenden Mitarbeitereinheiten geprüft.

Die Erbringung von Dienstleistungen durch die Servicebereiche der Ener-gieversorgung Apolda GmbH ist in dem zwischen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH abgeschlosse-nen Dienstleistungsvertrag vereinbart. Der Dienstleistungsvertrag vom 21.09.2007 wurde der Bundesnetzagentur im Rahmen zur Kenntnis über-geben.

 

 

b) Organigramm 

Die Organigramme des vertikal integrierten Unternehmens Energiever-sorgung Apolda GmbH und der Netzgesellschaft ENA Energienetze Apol-da GmbH sind im Anhang zum Stand 31.12.2016 dargestellt.

Dargestellt sind u.a. 

-   Die Anzahl der Mitarbeiter mit schuldrechtlichem Anstellungsvertrag;
-   Anzahl der Mitarbeiter, die Netztätigkeiten ausüben, aber an anderen Stellen im vertikal integrierten EVU angestellt sind;
-   Wahrnehmung von DNA-Aufgaben
-   Anzahl der angeschlossen Kunden 
 

c) Prozessanalyse und Prozessgestaltung 

Die unbundlingkonforme Abwicklung und Auswertung der Prozesse wurde nach der Herauslösung des Netzbetreibers geprüft und an die geänderte Unternehmensstruktur angepasst. Gemeinsam mit der Unternehmensberatungsgesellschaft PwC Pricewaterhouse Coopers AG wurden u. a. folgende Prozesse geprüft und dokumentiert: 

-   Energiebeschaffung;
-   Kundenlenkung Medien;
-   Kundenlenkung Energie;
-   Kundenlenkung Hausanschluss;
-   Erstellung bzw. Änderung Hausanschluss;
-   Zählersetzen;
-   Kalkulation Netzentgelte;
-   Lieferantenwechsel;
-   Ablesung;
-   Verbrauchsabrechnung und Forderungsmanagement Netzentgelte;
-   Sperrung;
-   Netzplanung und Netzerweiterung. 
 

Die unbundlingkonforme Abwicklung der Prozesse einschließlich der Geschäftsverteilungspläne wurden für die Energieversorgung Apolda GmbH und die ENA Energienetze Apolda GmbH dokumentiert und als Betriebsanweisung im März 2008 geschult und in Kraft gesetzt. 

Die gemeinsam mit PwC erarbeitete Beschreibung der einzelnen Prozesse wurde der Bundesnetzagentur am 21.05.2008 zur Kenntnis übergeben. 

Weiterhin fand am 16.03.2016  für alle Mitarbeiter der Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH eine nochmalige Schulung durch den Gleichbehandlungsbeauftragten statt. Geschult wurden neben dem Gleichbehandlungsprogramm insbesondere die einzelnen diskriminierungsanfälligen Prozesse und die Dienstanweisung „Sicherstellung unbundlingkonformen Verhaltens“. 

Im Oktober bis November 2016 wurde durch den Gleichbehandlungsbe-auftragten im Bereich „Kundenbetreuung und Abrechnung“ die Prozesse Kundenlenkung Energie und Kundenlenkung Hausanschluss geprüft und protokolliert. Im Oktober und Dezember 2016 wurde durch den Gleichbe-handlungsbeauftragten gleichfalls stichpunktartig weiterhin die Unbundling
-Konformität für die Prozesse Erstellung/Änderung Netzanschluss und Zählersetzen geprüft.

Verstöße, Beanstandungen oder Abweichung von den vorgegebenen Prozessabläufen wurden nicht festgestellt. Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung des Gleichbehandlungsprogramms bzw. der festgelegten unbundlingkonformen Prozesse wurden nicht erhoben. 

Durch den Gleichbehandlungsbeauftragten und den Administrator wurde die Berechtigungsstruktur der im Intranet vorhandenen Daten und Dateien geprüft. Der Zugang der Mitarbeiter der Strukturen Handel/Vertrieb bzw. Erzeugung konnte im Rahmen dieser Prüfung ausgeschlossen werden. 

Dienstleistungsvertrag

Die Erbringung von Dienstleistungen durch die Servicebereiche der Energieversorgung Apolda GmbH ist in dem abgeschlossenen Dienstleistungsvertrag vereinbart. Der Dienstleistungsvertrag vom 21.09.2007 wurde der Bundesnetzagentur im Rahmen der ersten und zweiten Kostengenehmigungen zur Kenntnis übergeben.

Am 04.12.2015 wurde zwischen der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH eine Ergänzungsvereinbarung zum bestehenden Dienstleistungsvertrag vom 21.09.2007 unterschrieben. Inhalt der Ergänzungsvereinbarung ist insbesondere die nochmalige Feststellung zur Einhaltung der rechtlich notwendigen Entflechtungsvorgaben in Bezug auf die Nachweisführung der Dienstleistungsentgelte, der Unabhängigkeit des Netzbetreibers, der Einhaltung der informatorischen Entflechtung, der Marken- und Kommunikationsverpflichtung und des fachlichen Weisungsrechts des Netzbetreibers. Zusätzlich wurde das Beratungsunternehmen BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH, Aachen am 02.02.2016 durch die ENA Energienetze Apolda GmbH mit der Erarbeitung eines Leistungsverzeichnisses zum Dienstleistungsvertrag mit der Zielstellung der Erhöhung Transparenz und Sicherstellung Unabhängigkeit beauftragt.

Kommunikation und Markenpolitik

Leistungen, die der Netzbetrieb für Netzkunden erbringt, werden auch als solche kenntlich gemacht. Dies betrifft insbesondere Leistungen im Rahmen der Netzanschlussverordnung bzw. Niederdruckanschlussverordnung, wie z. B. die Beantragung und Errichtung von Hausanschlüssen, Ablesung, Ablesekarten oder die Überprüfung von Hausanschlüssen.

Das Gleiche gilt für entsprechende Formulare und Schreiben an Anschlussnehmer sowie Netzkunden und Anschlussnutzer.

In Bezug auf das Logo der ENA Energienetze Apolda GmbH wurde dieses abgeändert. Aus der bestehenden Wort-Bild-Marke wurde der Apfel mit dem Schriftzug „Die Netze für die Stadt Apolda" herausgenommen. Ziel dieser Änderung ist es, die Verwechslungsgefahr mit dem Logo der Energieversorgung Apolda GmbH weiter zu verringern.

Die Kennzeichnung an gas- und stromtechnischen Anlagen und Zählern sowie die Beschriftung von Fahrzeugen werden im Rahmen der turnus-mäßigen Erneuerungen und Wartungen auf das Logo des Netzbetreibers umgestellt.

Weiterhin wurde die Überarbeitung des Internetauftritts der ENA Energienetze Apolda GmbH im Jahr 2014 abgeschlossen.

Zähler- und Messwesen

Entsprechend dem Beschluss der Bundesnetzagentur BK6-09-034 wur-den durch die ENA Energienetze Apolda GmbH die standardisierten Mess- bzw. Messtellenbetreiberverträge veröffentlicht und auf Anfrage von Messdienstleistern und Messtellenbetreibern angeboten. Die standardi-sierten elektronischen Wechselprozesse im Messwesen wurden fristge-mäß bis zum 01.10.2011 umgesetzt.

In Bezug auf die Umsetzung des Gesetzes zur Digitalisierung der Ener-giewende und des Messstellenbetriebsgesetzes finden zur Zeit die Kon-sultationen in Bezug auf die technische Umsetzung in unserem Netzgebiet sowie der durch die ENA Energienetze Apolda GmbH in diesen Prozessen einzunehmenden Rolle statt. Dazu wurden entsprechende Prüfungsauf-träge an Fremdfirmen vergeben. Untersucht werden sollen unterschiedli-che Roll-out-Szenarien in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit bei Übernahme des neuen Messtellenbetriebs durch die ENA Energienetze Apolda GmbH. Weiteres Prüfungsschwerpunkte werden die Umsetzung der Zuordnung der Kosten des neuen Messstellenbetriebs , des buchhalterischen Un-bundlings und die Umsetzung in den EDV-Systemen sein.

Die Digitalisierung der Energiewende mit der Einführung von intelligenten Messsystemen definiert Geschäftsprozesse zur Abwicklung der Markt-kommunikation neu. Die Veränderung von der bisher kettenförmigen zur künftig sternförmigen Marktkommunikation ist in Zukunft über ein so ge-nanntes Interimsmodell umzusetzen. Die entsprechenden Vorbereitungen und Arbeiten wurden aktuell im Unternehmen untersucht.

Netzsicherheitsmanagement 

Vor dem Hintergrund der Einbeziehung von Photvoltaikanlagen in das Einspeisemanagement zum 01.07.2012 wurden die dafür notwendigen technischen und organisatorischen Voraussetzungen mittels Funkrundsteuerung geschaffen. Dazu wurden auch die notwendigen Abstimmungen mit unserem vorgelagerten Netzbetreiber und den Anlagenbetreibern zur unbundlingkonformen Umsetzung des Kaskadierungssystems über die Netzleitstelle und den Bereitschaftsdienst getroffen. Mit dem vorgelagerten Netzbetreiber TEN Thüringer Energienetze GmbH werden regelmäßig Kommunikationstests durchgeführt. In Bezug auf das Thema „Lastabsenkung oder Lastabschaltung“ wurden zurzeit die Informationen und Handlungsschwerpunkte unserem vorgelagerten Netzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber abgestimmt. Weiterhin wurde ein dahingehendes Konzept in Form einer Masterarbeit der FH Erfurt, welche durch die ENA Energienetze Apolda GmbH betreut wurde, erarbeitet. Im Rahmen des Entwurfs der VDE-FNN-Richtlinie 4140 „Kaskadierung von Maßnahmen für die Systemsicherheit von elektrischen Energieversorgungsnetzen" fin-den die dafür notwendigen Abstimmungen und Vorarbeiten zu den darin enthaltenen normierten Prozessen statt.

Im Rahmen der Vorbereitung zu einer TSM-Prüfung sowie der Zertifizie-rung nach IT-Sicherheitskatalog (ISO 27001 und ISO 27019) wird das Anweisungssystem in Bezug aus die Netz- und Betriebssicherheit sowie Informationssicherheit aktuell überarbeitet.

Entgeltbildung in der Anreizregulierung und Marktinformation zu den
Preisblättern zum 01.01.2017 

Auf der Grundlage der Beschlüsse der Bundesnetzagentur zur vorläufigen Festlegung der Erlösobergrenzen für Gas und der Information der Bun-desnetzagentur zur Kostengenehmigung für die 2. Regulierungsperiode für Strom wurden die geänderten Kosten (Kosten vorgelagertes Netz und vermiedene Netzentgelte, Verbraucherpreisindex, Netzübernahme auf-grund §26 ARegV) in die Netzentgelte eingearbeitet und der Bundesnetz-agentur angezeigt.

Die vorläufigen Preisblätter wurden einheitlich zum 15.10.2016 im Internet veröffentlicht und die Lieferanten darüber per E-Mail informiert.

Die endgültigen Preisblätter Strom und Gas wurden allen Lieferanten schriftlich und per E-Mail am 22.12.2016 versandt.

Umsetzung Geschäftsprozesse nach GPKE und GeLi 

Die Vorgaben der Bundesnetzagentur entsprechend des Beschlusses BK6-06-009 vom 11.07.2006 zu Geschäftsprozessen, Nachrichtentypen und Fristen zur Abwicklung der Belieferung von Kunden mit Elektrizität sowie des Beschlusses BK7-06-067 vom 20.08.2007 zu den Geschäfts-prozessen, Nachrichtentypen und Fristen zur Abwicklung der Belieferung von Kunden mit Gas sind vollständig umgesetzt.

Die Systemumstellung auf das 2-Mandanten-System wurde im Jahr 2010 durch die Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apol-da GmbH abgeschlossen. Die Fertigstellung zur Umsetzung des Projekts „Mandantentrennung“ wurde der Bundesnetzagentur mit Schreiben vom 07.12.2010 angezeigt.

Den im Netz der ENA Energienetze Apolda GmbH tätigen Gashändlern werden die einheitlichen Lieferantenrahmenverträge Gas sprechend den jeweils aktuellen Kooperationsvereinbarungen Gas angeboten.

Unabhängigkeit des Gleichbehandlungsbeauftragten und Vortragsrecht bei der Geschäftsleitung des integrierten EVU und Sanktionen bei Entflechtungsverstößen 

Der Gleichbehandlungsbeauftragte der Energieversorgung Apolda GmbH und ENA Energienetze Apolda GmbH ist beim Netzbetreiber angestellt und in dieser Funktion vollkommen unabhängig. 

Der Gleichbehandlungsbeauftragte nimmt an den regelmäßigen Leitungsberatungen der Geschäftsführung des integrierten Unternehmens teil. 

Im Rahmen dieser Beratungen wird das Vortragsrecht des Gleichbehandlungsbeauftragten gegenüber der Geschäftsführung uneingeschränkt wahrgenommen. 

Verstöße gegen das Gleichbehandlungsprogramm wurden, auch im Rahmen der durchgeführten Prüfungen, nicht festgestellt. 

 

III. Schulungskonzept

Neu eingestellte Mitarbeiter wurden unterwiesen, die Auszubildenden werden im Rahmen ihrer Ausbildung mit den Anforderungen des EnWG vertraut gemacht. Der Gleichbehandlungsbeauftragte selbst informiert sich regelmäßig über die Fachpresse bzw. nimmt an einschlägigen Weiterbildungsmaßnahmen teil.

Alle Mitarbeiter haben neben der Richtlinie zum unbundlingkonformen Verhalten das Gleichbehandlungsprogramm übergeben bekommen und dieses zur Kenntnis genommen. 

Eine Wiederholungsschulung aller Mitarbeiter zu dem Gleichbehandlungspro-gramm und den Geschäftsprozessen wurde am 16. März 2016 durch den Gleichbehandlungsbeauftragten durchgeführt. Die nächste Schulung des Gleichbehandlungsprogramms und der Prozesse ist für das 1. Quartal 2018 geplant.

 

IV. Überwachungskonzept

Die Mitarbeiter der ENA Energienetze Apolda GmbH und der Energieversorgung Apolda GmbH haben die Möglichkeit, Fragen oder Hinweise im Bezug auf die Gleichbehandlung zu stellen oder zu geben. Der Name des Gleichbehandlungsbeauftragten ist im Gleichbehandlungsprogramm benannt. Bei Beschwerden steht dieser den Mitarbeitern zur Verfügung, so dass der Gleichbehandlungsbeauftragte über eventuelle Verstöße Kenntnis erlangt.

Apolda 27.03.2017

Dirk Tauchnitz
Gleichbehandlungsbeauftragter

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