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Anpassung der Gaspreise, Strom bleibt stabil

von Nancy Firme

Pressemitteilung: Anpassung der Gaspreise, Strom bleibt stabil

Er ist zurzeit in aller Munde: Der CO2-Preis - Teil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. Ab dem Jahr 2021 wird für alle Verbräuche von Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel ein CO2-Preis in Rechnung gestellt. Damit ist auch die eva verpflichtet, für den Treibhaus-Ausstoß, den diese Brennstoffe verursachen, Emissionsrechte zu erwerben.

Aufgrund des CO2-Preises und gestiegener Netzentgelte passt die eva zum 1. Januar 2021 den Gas-Arbeitspreis an. Der Grundpreis bleibt stabil!

Bei den gestiegenen Kosten handelt es sich um staatlich veranlasste Belastungen, auf welche die eva als Versorger leider keinen Einfluss hat. Allein der neue CO2-Preis bedeutet bei einem Erdgasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr Mehrkosten in Höhe von knapp 110 Euro (brutto).

Alle Erdgaskunden der eva erhalten in den nächsten Tagen Post. APFELgas-Kunden müssen sich um nichts kümmern. Ihr APFELgas-Vertrag läuft weiter und Sie werden auch im kommenden Jahr automatisch in der für Sie günstigsten Preisstufe abgerechnet.

„Grundversorgten Kunden empfehlen wir jedoch den Wechsel in unser APFEL-Produkt.“, so Vertriebsleiterin Cornelia Scholz. Mit dem APFELgas sparen Sie bares Geld, haben Planungssicherheit für ein weiteres Jahr und profitieren von der Bestpreis-Abrechnung. Ein entsprechendes Vertragsangebot wird ebenfalls per Post zugesandt.

Keine Preisanpassung erfolgt im kommenden Jahr im Strom. Trotz stärker gestiegener Netzentgelte und in Summe nur leicht gesunkener Umlagen auf den Strompreis, wird die eva ihre Strompreise auch 2021 für ein weiteres Jahr konstant halten.

Die eva ist mit Apolda verbunden. Bleiben auch Sie der eva und der Stadt verbunden. Wir sind und bleiben für Sie da!

Fragen zur Gaspreisanpassung

1. Warum steigt mein Preis?

Die Veränderung betrifft nur den Arbeitspreis und beträgt im APFELgas 0,572 ct/kWh (netto) bzw. 0,681 ct/kWh (brutto). Das entspricht bei einem durchschnittlichen Verbrauch (Eigenheim) von 20.000 kWh ca. 136,20 Euro (brutto), also monatlichen Mehrkosten von ca. 11,35 Euro.

Die Veränderung setzt sich zusammen aus den Mehrkosten für den ab 2021 eingeführten CO2-Preis als Teil des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung und den gestiegenen Netzentgelten. Ein leicht gesunkener Bezugspreis konnte diese Mehrkosten nicht ganz auffangen.

2. Was ist der CO2-Preis?

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) wurde im November 2019 im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung verabschiedet. Es ist die Grundlage für einen nationalen CO2-Emissionshandel und führt zu einer Bepreisung der CO2-Emissionen. Der Handels-Startpreis von 25 Euro/Tonne im Jahr 2021 entspricht 0,541 ct/kWh (brutto) bzw. 0,455 ct/kWh (netto) für Erdgas.

Im Erdgaspreis sind, neben den reinen Beschaffungskosten, auch Netzentgelte und staatlich induzierte Preisbestandteile enthalten. Ab 2021 gibt es eine Änderung bei den Preisbestandteilen von Heizenergieträgern, wie zum Beispiel Erdgas: Um den Klimaschutz auch im Heizenergie-Bereich, der für rund ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen steht, voranzutreiben, wird eine neue gesetzliche Preiskomponente eingeführt – CO2-Emissionen bei der Nutzung der Energieträger werden mit einem Preis versehen. Dieser Preis wirkt sich direkt auf den Endkundenpreis aus. Mit dem CO2-Preis soll eine Lenkungswirkung erfolgen mit dem Ziel, CO2-arme oder freie Energieträger einzusetzen.

Die Einführung eines CO2-Preises führt dazu, dass die eva die Senkung der Beschaffungspreise nicht vollständig an die Endkunden weitergeben kann.

3. Wie wird sich der CO2-Preis in Zukunft entwickeln?

Bis 2025 ist eine kontinuierliche Preissteigerung um 5 Euro pro Tonne CO2 festgelegt. Dabei steigt der Preis bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2. Ab dem Jahr 2026 werden die sogenannten CO2-Zertifikate gehandelt. Das heißt, in einem gesetzlich vorgegebenen Rahmen von 55 bis 65 Euro wird sich der Preis in einem Markt bilden, in dem CO2-Zertifikate verkauft und gekauft werden können. Ab 2026 sieht das Gesetz keine Festpreise bzw. Ober- und Untergrenzen mehr vor. Die Preisentwicklung für diesen Zeitraum wird von Angebot und Nachfrage bestimmt werden und lässt sich derzeit nicht voraussagen.

4. Warum habe ich Ihren Brief doppelt erhalten?

Aufgrund einer technischen Störung wurde bei einigen Preisanpassungsschreiben eine 0 an die Empfängerhausnummer angefügt. Diese Briefe hätten wir als Retour von der Post zurückbekommen müssen. Die Deutsche Post hat die Schreiben jedoch trotz falscher Hausnummer zugestellt.

Um eine fristgerechte Zustellung an die Empfänger zu gewährleisten, hat die eva einige Briefe ein zweites Mal, mit korrekter Hausnummer verschickt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass Sie unsere Post zweimal erhalten haben. Betrachten Sie bitte das Schreiben mit fehlerhafter Hausnummer als gegenstandslos.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Fragen zum Strompreis

1. Die EEG-Umlage ist doch gesunken, warum sinkt mein Preis für Strom nicht?

Die Preisanpassung ergibt sich aus der Erhöhung der Beschaffungskosten, der Veränderung der Entgelte für Netz- bzw. Messstellenbetreiber sowie der Summe der staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen zur Finanzierung der Energiewende. Die EEG-Umlage ist nur ein Bestandteil des Preises.

2. Wie wird Strom beschafft?

Die eva beschafft nach dem sogenannten Tranchenmodell. Dabei wird der Energiebedarf auf mehrere Portionen (Tranchen) verteilt und zu den unterschiedlichen Zeitpunkten eingekauft. Hiermit wird versucht, das Beschaffungskostenrisiko möglichst weit zu streuen. Dieses Modell hat viele Vorteile, es enthält aber keine Absicherung gegen steigende Kosten. Das heißt die eva hat langfristig beschafft und deswegen zum Teil auch zu Zeitpunkten, an denen der Strompreis höher war als jetzt.

Sie haben weitere Fragen?

In der aktuellen Zeit bittet die eva darum, bei Fragen bevorzugt telefonisch (03644/50282828) oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen und dankt für Ihr Verständnis.

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